Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei nicht primär resektablen, metastatischen NET?
Wenn ein neuroendokriner Tumor (NET) bereits gestreut hat oder aufgrund seiner Lage nicht vollständig entfernt werden kann, stehen verschiedene systemische Therapien zur Verfügung.
Eine wichtige Säule sind sogenannte Somatostatin-Analoga. Sie hemmen die Hormonproduktion und können das Tumorwachstum verlangsamen. Wenn die Krankheit weiter fortschreitet, können zielgerichtete Medikamente oder eine sogenannte Peptidrezeptor-Radionuklidtherapie (PRRT) eingesetzt werden, die radioaktive Substanzen direkt an die Tumorzellen bindet.
Die Behandlung richtet sich nach der Tumorart, dem Wachstumsverhalten und dem Hormonstatus. Obwohl metastatische NETs oft nicht heilbar sind, ist die Lebenserwartung häufig deutlich länger als bei anderen metastasierten Tumoren – manche Patient:innen leben viele Jahre bei guter Lebensqualität