Was sind resezierbare neuroendokrine Tumoren (NETs)?

Neuroendokrine Tumoren (NETs) sind seltene Tumoren, die aus hormonbildenden Zellen entstehen können – zum Beispiel im Dünndarm, in der Bauchspeicheldrüse oder in der Lunge. Sie wachsen meist langsamer als andere Krebsarten und können unterschiedliche Hormone freisetzen.

In der Schweiz werden NETs zunehmend häufiger diagnostiziert, oft zufällig bei Untersuchungen. Wenn der Tumor auf ein bestimmtes Organ begrenzt und vollständig entfernbar ist, spricht man von einem resezierbaren NET.

Die Behandlung besteht in der Regel aus einer Operation. Je nach Lage und Hormonaktivität kann der Eingriff sehr unterschiedlich aussehen – von einer kleinen Darmteilresektion (operative Entfernung eines kleinen Darmabschnittes) bis zur komplexen Bauchspeicheldrüsenoperation. Nach der Operation erfolgt eine engmaschige Nachsorge.

Die Prognose ist meist gut, insbesondere bei vollständig entfernbaren, langsam wachsenden Tumoren. Wichtig ist die Betreuung in einem spezialisierten Zentrum/Netzwerk, das Erfahrung mit dieser seltenen Tumorgruppe hat. Dort kann auch geprüft werden, ob der Tumor funktionell aktiv ist und ob medikamentöse Therapien zur Hormonregulierung sinnvoll sind.

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