Was sind gastrointestinale Stromatumoren (GIST)?
GIST sind seltene Tumoren des Magen-Darm-Trakts, die aus sogenannten Cajal-Zellen entstehen – Zellen, die die Darmbewegung steuern. Sie treten am häufigsten im Magen auf, seltener im Dünn- oder Dickdarm. Viele GIST werden zufällig entdeckt, etwa bei einer Magenspiegelung oder Operation. Symptome können Blut im Stuhl, Bauchschmerzen oder eine tastbare Schwellung sein. In der Schweiz erkranken ca. 50–100 Menschen pro Jahr.
GIST sind besonders, weil sie in den meisten Fällen genetische Veränderungen im sogenannten KIT- oder PDGFRA-Gen tragen. Diese Veränderungen machen sie empfindlich für gezielte Medikamente, sogenannte Tyrosinkinase-Inhibitoren. Diese wirken hemmend auf die Zellteilung und können so das Tumorwachstum bremsen.
Wenn der Tumor operabel ist, wird er vollständig entfernt. Danach folgt je nach Risiko eine medikamentöse Nachbehandlung, um Rückfälle zu verhindern. Bei fortgeschrittenen oder metastasierten GIST steht die zielgerichtete Therapie im Mittelpunkt. Dank dieser modernen Medikamente ist die Prognose für viele Patient:innen heute gut bis sehr gut, insbesondere bei niedrig- bis intermediärem Risiko.