Was macht die Nuklearmedizin und wieso muss teilweise ein PET-CT gemacht werden?

Die Nuklearmedizin ist ein spezielles medizinisches Fachgebiet, das radioaktive Substanzen verwendet, um Einblicke in die Funktionen des Körpers zu gewinnen oder gezielt krankes Gewebe zu behandeln. Anders als andere Bildgebungen schaut die Nuklearmedizin nicht nur auf die Struktur von Organen, sondern auf deren Stoffwechsel und Funktion.
Einsatzgebiete in der Diagnostik und Therapie:
- Hochsensitive Diagnostik: Kleine Tumore oder Metastasen lassen sich oft schon erkennen, bevor sie mit anderen Methoden sichtbar werden.
- Zielgerichtete Therapien: Spezielle radioaktive Substanzen können krankhafte Zellen direkt angreifen, während gesundes Gewebe weitgehend verschont bleibt.
PET/CT – die Verbindung von Nuklearmedizin und Bildgebung:
- Eine der wichtigsten Methoden der Nuklearmedizin ist das PET-CT (Positronen-Emissions-Tomographie kombiniert mit Computertomographie).
- Dabei wird eine kleine Menge radioaktiver Substanz (Tracer) in den Körper gespritzt.
- Diese Substanz reichert sich besonders in Bereichen mit hohem Stoffwechsel an – zum Beispiel in Tumoren.
- Die PET misst die Strahlung des Tracers, die CT liefert gleichzeitig ein detailliertes Bild der Körperstruktur.
- Das Ergebnis ist eine präzise Karte, die zeigt, wo im Körper Aktivität stattfindet und wie krankhafte Gewebe funktionieren.
Warum das für Patientinnen und Patienten wichtig ist:
- Früherkennung von Tumoren oder Metastasen
- Planung einer gezielten Therapie, individuell auf Sie abgestimmt
- Kontrolle, ob eine Behandlung wirkt
Die Nuklearmedizin und speziell das PET-CT sind damit Schlüsseltechnologien in der personalisierten Krebsdiagnostik und -therapie.
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