Was bedeutet die Diagnose Hepatozelluläres Karzinom (HCC) und was beschreibt das BCLC-Staging-System?

Das hepatozelluläre Karzinom (HCC) ist der häufigste bösartige Lebertumor. Es entsteht fast immer auf der Basis einer chronischen Lebererkrankung – etwa durch Hepatitis B oder C, Alkohol, Fettleber oder Zirrhose. In der Schweiz wird die Zahl der Neuerkrankungen auf rund 600–700 pro Jahr geschätzt, zunehmend auch bei nichtalkoholischer Fettleber.

Das sogenannte BCLC-Staging-System (Barcelona Clinic Liver Cancer) teilt das HCC in verschiedene Stadien ein – von sehr frühem bis zu fortgeschrittenem Tumor. Dabei werden Leberfunktion, Allgemeinzustand und Tumorausdehnung berücksichtigt. Dieses System hilft Ärzt:innen, die optimale Therapie zu wählen.

In frühen Stadien kann der Tumor häufig operiert oder durch Lebertransplantation geheilt werden. Alternativ werden lokal-ablative Verfahren wie Radiofrequenzablation eingesetzt. In fortgeschritteneren Stadien steht die systemische Therapie im Vordergrund.
Die Prognose hängt stark vom Stadium und der Leberfunktion ab. Frühe Stadien haben gute Heilungschancen, während bei fortgeschrittenen Tumoren moderne Kombinationen aus Immun- und zielgerichteten Therapien heute deutlich bessere Ergebnisse bringen als früher.


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