Irreversible Elektroporation (IRE) – Wenn Strom den Tumor zerstört

Bei manchen Tumoren ist eine klassische Operation nicht möglich – etwa weil der Tumor beispielsweise zu nah an wichtigen Blutgefässen liegt. Genau hier kann die Irreversible Elektroporation (IRE) eine wertvolle Alternative oder auch Ergänzung sein. Manchmal wird eine Entfernung dadurch überhaupt erst möglich. Die Irreversible Elektroporation (IRE) ist eine moderne, schonende Methode zur Tumorbehandlung. 

Wie funktioniert das?

Bei der IRE werden dünne Nadeln direkt um den Tumor herum platziert. Über diese Nadeln werden kurze, gezielte Stromimpulse abgegeben – ähnlich wie winzige Blitze, die alle Zellen, auch die Tumorzellen im Spannungsfeld zerstören. Die Gefässwandstrukturen bleiben dabei weitgehend verschont, da kaum Hitze entsteht. Der Eingriff dauert nur wenige Minuten und wird unter Vollnarkose meist während einer grossen Operation zur nachfolgenden Entfernung des jetzt abgetöteten Tumors durchgeführt. Er kann auch durch die Haut von aussen durch spezialisierte sog. interventionelle Radiologen durchgeführt werden falls der Befund sehr klein ist (< 3cm).

Für welche Tumoren kommt die IRE in Frage?

Die IRE wird vor allem bei Tumoren der Bauchspeicheldrüse, der Leber und der Gallenwege eingesetzt – insbesondere dann, wenn eine direkte Operation nicht möglich ist und andere Behandlungsmethoden aufgrund der Lage des Tumors nicht greifen. Studien zeigen zudem, dass die IRE in Kombination mit Immuntherapie neue Möglichkeiten eröffnen könnte.

Beim GITZ in guten Händen

Dieses spezialisierte Verfahren wird in unserem Netzwerk von Prof. Dr. med. Jan Schmidt beherrscht und angewendet.

Haben Sie Fragen oder möchten Ihren Fall besprechen lassen? Wir sind für Sie da – melden Sie sich direkt beim GITZ: info@gitz.ch 

Tags: ,