Das GITZ – ein unabhängiger Verein.
Im Gastrointestinalen Tumornetzwerk Zürich (GITZ) reden wir unter Expert:innen auf Augenhöhe. Im wöchentlichen Tumorboard diskutieren wir konstruktiv und zielgerichtet. Auch Meinungsverschiedenheiten haben hier einen Platz – denn wir verfolgen gemeinsam das Ziel, Betroffenen die bestmögliche Behandlungsempfehlung zu geben.
Das GITZ ist ein unabhängiger Verein, der gezielt Synergien nutzt. So teilen wir das viszeralonkologische Tumorboard mit der Klinik Hirslanden. Das GITZ Tumorboard findet immer dienstags um 17 Uhr statt und ist DKG-zertifiziert. Die Einnahmen vom GITZ Tumorboard fliessen in das Vereinsvermögen, womit wir beispielsweise die Projekte SPOT Pancreatic Cancer / Organerhalt bei Rektumkarzinom, die Erstellung von schweizerischen Behandlungsrichtlinien (GIOS, GastroIntestinal Oncology Standards), Studien oder Fortbildungen finanzieren.
Fallanmeldung beim Tumorboard
Um einen Behandlungsfall anzumelden, benötigen Sie als regelmässiger Zuweiser eine HIN-ID und Zugang zu unserem HIN-Medical Board. Für einmalige Zuweisungen oder bei fehlendem Zugang ist die Anmeldung ebenfalls unkompliziert möglich. Es besteht die Möglichkeit, dass wir den Fall für Sie erfassen und/oder stellvertretend am Tumorboard vorstellen; melden Sie sich hierfür unter tumorboard@gitz.ch. Eine Zuschaltung per Telefon ist ebenfalls möglich. Die Anmeldung beim Krebsregister übernehmen wir selbstverständlich direkt beim GITZ.
Fortbildungen
Tumorboard Fortbildung:Hepato-Pancreatic
Di. 29. September 2026
17.45 bis 18:30 Uhr
Referent: tbd
Veranstaltungsort:
Videokonferenzraum Klinik im Park, 1. UG
Seestrasse 247
8038 Zürich
Oder Online
(Link folgt nach Anmeldung)
Credits:
SGAIM, SGG, SGMO, SRO, SGC werden mit je 1 Credit angefragt
Sponsoren:
Laufende Studien, Register, Guidelines…
Nur die Forschung kann die Entwicklung der gastrointestinalen Medizin vorantreiben. Das GITZ unterstützt daher die Durchführung von Studien in diesem Bereich.
Studie HIPANC-002
Mit der Studie wollen wir feststellen, ob eine individualisierte Chemotherapie nach vorheriger Austestung von vielen Medikamenten an den lebendigen Tumorzellen des einzelnen Patienten eine bessere Wirksamkeit hat, als eine standardisierte Chemotherapie (d.h. alle bekommen das gleiche Medikament). Die Studie ist offen sowohl für neu diagnostiziert als auch für vorbehandelte Patienten, wo die zuerst eingesetzten Medikamente nicht mehr wirken. Wir erhoffen uns weniger Nebenwirkungen (da unwirksame Medikamente weggelassen werden können) und vielleicht sogar eine bessere Wirkung. Dies kann natürlich nicht garantiert werden.
Für weitere Informationen können Sie sich das Video dazu anschauen oder kontaktieren Sie bitte den Studienleiter, Herrn Prof. Dr. med. Jan Schmidt: jan.schmidt@hirslanden.ch
Studie Fortitude-102
Update November 2025: Die Rekrutierung für die BEMARA-Studie wurde eingestellt, was zur anschliessenden Beendigung der Studie führen wird. Diese Entscheidung wurde von IKF und Studienleiterin Prof. Lorenzen auf Anraten von Amgen getroffen, die die Phase-III-Studie FORTIUTE-102 aufgrund mangelnder Wirksamkeit von Bemarituzumab beendet haben.
Ab sofort können wir in unserem Tumornetzwerk eine hervorragende, therapeutische Erstlinienoption bei bisher unbehandelten Patienten mit primär metastasiertem, d.h. bereits fortgeschrittenem Magen- und Speiseröhrenkrebs des Übergangs von der Speiseröhre zum Magen anbieten. Die Studie Fortitude-102 ermöglicht es uns, Patienten mit speziellen Veränderungen in ihrem Tumor eine kombinierte Immun-Antikörper-Chemotherapie (Nivolumab, Bemarituzumab und FOLFOX) zu verabreichen. Eine sehr gute Strategie mit viel Potenzial. Wir bitten um niederschwellige Zuweisung von Patienten mit obengenanntem Profil, stehen Ihnen jederzeit für Rückfragen zur Verfügung und freuen uns sehr auf eine gute Zusammenarbeit.
Weitere Informationen erhalten Sie direkt von der Studienleiterin Dr. med. Saskia Hendrich: saskia.hendrich@ozh.ch
GUIDE.MRD-Studie
Die GUIDE.MRD-Studie untersucht, wie zirkulierende Tumor-DNA (ctDNA) in Bluttests genutzt werden kann. Ziel ist es bei Krebspatient:innen im Frühstadium festzustellen, ob eine zusätzliche Behandlung wie Chemo- oder Strahlentherapie notwendig ist, um eine minimale Resterkrankung (MRD) zu behandeln und Rückfälle zu verhindern. Der Fokus dieser Studie liegt auf folgendem:
- Vergleich von drei ctDNA-Tests, um nach einer kurativen Operation oder Therapie MRD festzustellen.
- Frühzeitige Erkennung eines Rückfalls durch Analyse von ctDNA nach der Operation.
- Bestimmung des frühesten Nachweiszeitpunkts für ctDNA bei frühem Darmkrebs.
- Prüfung der Eignung von kleinen Blutmengen (sogenannte «Blood Spots») für den ctDNA-Nachweis.
Im Studienverlauf werden bis zu 12 Blutproben über maximal 36 Monate entnommen, beginnend vor oder nach der Operation. So soll geklärt werden, ob ctDNA-Tests helfen, unnötige Behandlungen zu vermeiden und gezielt nur denjenigen Patient:innen eine Zusatztherapie zu empfehlen, die tatsächlich davon profitieren.
Inclusion criteria
▪ Colon or rectal cancer, clinical tumor stage I-III.
▪ Patient 18 years or older.
▪ Patient able to understand and sign written informed consent.
▪ Scheduled for curative-intent resectional surgery (including “compromised” curative resections).
Exclusion criteria
▪ Hereditary colorectal cancer linked to familial colonic polyposis or Lynch syndrome.
▪ Inflammatory bowel disease (Crohn’s disease or ulcerative colitis).
▪ Verified distant metastases.
▪ Malignant colorectal polyps diagnosed after polypectomy.
▪ Patients who are unlikely to comply with the protocol (e.g. uncooperative attitude, inability to return for subsequent visits) and/or otherwise considered by the Investigator to be unlikely to complete the study.
Weitere Informationen erhalten Sie direkt von dem Studienleiter Dr. med. Daniel Helbling: daniel.helbling@ozh.ch
IWWD-Register
Das GITZ dokumentiert, mit Zustimmung der Patient:innen, die Verläufe von Personen mit Mastdarmkrebs, deren Organ nicht operativ entfernt wurde. Diese Daten fliessen in das internationale IWWD-Register (International Watch & Wait Database for Rectal Cancer) ein. Ziel des IWWD ist es, sowohl retrospektive als auch prospektive Daten zu sammeln, um die Risiken und Vorteile organerhaltender Therapien besser zu verstehen. Die Ergebnisse dieser Erhebungen werden regelmässig in renommierten Fachzeitschriften veröffentlicht.
Für weitere Informationen steht Ihnen Herr Dr. med. Daniel Helbling zur Verfügung: daniel.helbling@ozh.ch
GIOS (GastroIntestinal Oncology Standards)
Die GastroIntestinal Oncology Standards (GIOS) wurden erstmals 2023 veröffentlicht und werden jährlich aktualisiert, um den helvetischen Gegebenheiten gerecht zu werden. Ziel ist es, schweizweit einheitliche GI-Richtlinien zu etablieren, die als praktisches Nachschlagewerk im medizinischen Alltag dienen. Unsere GIOS heben sich durch ihre schematische Darstellung von anderen Guidelines ab, was sie in der Praxis wesentlich einfacher nutzbar macht.
FUDR Therapie für Leberkrebs (exklusiv beim GITZ)
FUDR steht für Floxuridin, ein Medikament, das bei cholangiozellulären Karzinomen (CCC) im Rahmen einer interarteriellen Chemotherapie eingesetzt wird. Eine spezielle Pumpe wird direkt in der Leber eingesetzt, um das Medikament gezielt zu verabreichen, was die Wirksamkeit erhöht und die Nebenwirkungen verringert. Diese innovative Methode erfordert eine hohe Interdisziplinarität und ist bei Leberkrebs besonders wirksam. Die FUDR-Pumpe ist exklusiv in unserem GITZ-Netzwerk in ganz Europa verfügbar und stellt damit eine einzigartige Behandlungsmöglichkeit dar.
Mehr Informationen zu FUDR finden Sie in diesem Video oder kontaktieren Sie PD Dr. med. Christian Oberkofler: christian.oberkofler@vivevis.ch
News
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